Luzius-Blog

Aktuelles aus der Kirchengemeinde St. Luzius Hechingen

Pfarrer Franz Knittel

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,
bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ Joh 12,24

Am Abend des 28. Oktobers 2017 verstarb Pfarrer i.R., GR Franz Knittel im Alter von 86 Jahren. Er wurde am 3. November 2017 auf dem Friedhof in Friedberg-Ottmaring beigesetzt.

Franz Knittel wurde am 30.11.1930 in Kenzingen geboren und ist mit fünf Geschwistern in Riegel aufgewachsen. Auf Vorschlag seines Heimatpfarrers wechselte er nach der Volksschule in das Gynasialkonvikt in Freiburg. Nach seinem Abitur 1950 studierte er Theologie in Freiburg und Innsbruck und wurde 1955 in St. Peter zum Priester geweiht. Als Vikar wirkte er in Bonndorf, Neulußheim, Muggensturm, Wiesental und Freiburg, St. Johann. Seine erste Pfarrei war von 1962 bis 1968 Reichenbach bei Lahr.

Bereits 1959 hatte Franz Knittel durch Spiritual Dr. Rudolf Herrmann von St. Peter die Spiritualität der Fokolar-Bewegung kennen gelernt, die von da an durch und durch prägte. 1968 wechselte er in die Pfarrei St. Peter und Paul nach Singen und wurde 1980 von Erzbischof Oskar Saier zum Geistlichen Rat ernannt. 1982 ging Franz Knittel als Pfarrer nach Neckargmünd wo 1989 sein größter Wunsch nach einer vita communis mit Mitbrüdern in Erfüllung ging. Dies war ihm auch in seiner letzten Pfarrstelle in Hechingen von 1994 bis 2002 geschenkt.

In Erinnerung bleibt sein Einsatz für die Stärkung und Weiterentwicklung des Ehrenamts sowie die Glaubensweitergabe und -vertiefung im Alltag als Initiator der Glaubenskurse „Das Wort des Lebens“. Sein Engagement für die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinden führte zur Gründung der Seelsorgeeinheit  St. Luzius in Hechingen am Pfingstmontag 2002. Durch seine in christlichem Glauben ruhende Grundeinstellung, verbunden mit positiver Sinnsuche, war er allen Freund, Bruder, Ratgeber und Weggefährte. Ein weiterer Verdienst seiner Zeit in Hechingen ist die Renovierung der Klosterkirche St. Johannes d.T.  in Stetten und die Neuplanung des zugehörigen Klostergartens. Mit sehr viel persönlichem Engagement entstanden die Pläne, wurde ein Förderverein gegründet und die Finanzierung vorangetrieben. Auch in den Jahren seines Ruhestands verfolgte er das Projekt, das in diesem Jahr abgeschlossen wurde, mit großem Interesse.

Nach 47 Jahren Seelsorge lebte Franz Knittel von 2002 bis 2014 in einer Priestergemeinschaft der Fokolar-Bewegung im ökumenischen Lebenszentrum in Ottmaring bei Augsburg, bis er aus gesundheitlichen Gründen für die letzten Jahre seines Lebens nach Leonberg zog. Seine musikalischen, sprachschöpferischen und künstlerischen Talente stellte er zeitlebens in den Dienst der Verkündigung eines Gottes, der Gemeinschaft stiftet.

Wir danken Gott für sein Leben, seinen Humor, sein kreatives und liebevolles Wirken.