Home Aktuelles Glaube

Glaube

DAS GEISTLICHE WORT KW 21

FREUDE UND DANK

Mit großer Dankbarkeit und Freude schaue ich auf den Tag der
Priesterweihe und die Feier der Primiz zurück. Viele Hechinger
konnten die eindrückliche Weiheliturgie am 6. Mai im Freiburger
Münster mitfeiern; und auch für mich war es ein großartiges Gefühl
zu wissen, dass sich viele Verwandte, Freunde und Bekannte
aus nah und fern im Münster versammelt hatten.
Auch die verschiedenen Gottesdienste am vergangenen Wochenende
in Hechingen erfüllten mich mit Freude. Es war ein
großes und beeindruckendes Fest des Glaubens, das wir feiern
durften. So hoffe ich, dass uns die Eindrücke dieser Tage im
Glauben bestärkt haben und lange begleiten mögen. An dieser
Stelle möchte ich mich nochmals bei allen von ganzem Herzen
bedanken, die in irgendeiner Weise zum Gelingen dieser Tage
beigetragen und ihre freundschaftliche Verbindung zum Ausdruck
gebracht haben. Vielen Dank und „Vergelt’s Gott“.
In den kommenden Wochen werde ich verschiedene Orte in der
Diözese besuchen, an denen ich bisher gelebt habe oder tätig
war, um dort Nachprimiz zu feiern. Auch in manchen Gemeinden
unserer SSE werde ich Eucharistie feiern und den neupriesterlichen
Segen spenden. Ab dem 12. Juni werde ich bis zum Ende
der Sommerferien als Vikar in der Seelsorgeeinheit Karlsruhe
West-Nord wirken und am 06. September meine – mir bisher
nicht bekannte – erste „richtige“ Stelle als Vikar antreten.
Im Gebet und in der Feier der Eucharistie weiß ich mich auch über
große Entfernungen stets mit meiner Heimat verbunden und bitte
für meinen priesterlichen Dienst um Ihr begleitendes Gebet.
In dankbarer Verbundenheit grüßt herzlich,
Vikar Thorsten Gompper

 

DAS GEISTLICHE WORT KW 20

Priesterweihe in Freiburg – Primiz in Hechingen

Alle Mitfeiernden werden sicher gerne an die bewegende Priesterweihe
in Freiburg durch Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zurückdenken.
Er legte den 8 Neupriestern ans Herz, „offen und mit
Vertrauen in die Zukunft gehen" – auch wenn sie heute noch nicht
wüssten, wo sie in fünf, in zehn oder in zwanzig Jahren tätig sein
werden. Mit der Zukunft der Kirche sei es ähnlich: Niemand könne
sagen, wie die Seelsorge in 10 oder 20 Jahren aussehen wird.
„Wir wissen heute noch nicht, wie sich künftige Wege des Glaubens
gestalten; welches Gesicht die Kirche der Zukunft hat."
Entscheidend sei die Bereitschaft von Christen, sich von Gott
führen zu lassen und „Frucht zu bringen im Weinberg des Herrn -
aus der Verbindung mit Jesus Christus." Wer tief in Gott verwurzelt
sei, brauche keine Angst zu haben, erklärte der Erzbischof:
„Er kann sich weit zu den Menschen hinauswagen, kann vom
Altar aus Brücken zu den vielen Orten des Alltags bauen."
Nicht jeder Winkel des Weinbergs werde sich den neu geweihten
Priestern gleich erschließen, sagte der Erzbischof unter Hinweis
auf das Sonntagsevangelium (Joh 15, 1-8, wo es um die Bildrede
vom Weinstock geht): „Wir sind wie die Rebe am Weinstock und
brauchen die Verwurzelung in ihm. Weinstock und Rebe bilden
eine Einheit, wie Wurzel und Wachstum, Trieb und Frucht. Die
Rebe – getrennt vom Weinstock – ist saft- und kraftlos, sie verdorrt.
Der Lebensstrom der Rebe kommt von ihrer Wurzel. Der
Lebensstrom des Christen kommt von Gott. Der Lebensstrom
aus Glaube, Hoffnung und Liebe. Ohne sie wird unser Leben saftund
kraftlos.“ Priester müssten deshalb „den Zugang zu den
Quellen offen halten“: In der Feier der Sakramente, im Gebet,
beim Lesen der Bibel und bei der „Spurensuche nach Gott im
Alltag" könnten sie immer neu die Verbindung zu Jesus Christus,
dem Weinstock, festigen: „Nur so können wir fruchtbare Mitarbeiter
der Menschenliebe Gottes sein.“

Erzbischof Zollitsch zitierte zur Priesterweihe auch Papst Benedikt,
der in seiner Ansprache an die Seminaristen im September
2011 im Collegium Borromaeum in Freiburg formuliert hatte, es
brauche „das rechte Bleiben-mit-Christus, das tief in ihn Eingewurzelt-
Werden"– und zugleich das „immer mehr hinausgehen,
Botschaft bringen und weitergeben."

Freilich zeigt das Bild des Weinstocks auch, wie sich die verschiedenen
Teile (Trauben, Zweige und Blätter, Wurzeln und
Stamm) gegenseitig ergänzen und brauchen. Das gilt auch für die
verschiedenen Dienste und Berufungen innerhalb der Kirche.
Nutzen wir darum die Tage der Primiz, um für das Geschenk
„unseres“ Neupriesters zu danken und um darum zu bitten, dass
sein Wirken im Weinberg des Herrn reiche Frucht bringen kann.
Lassen wir alle uns von der Freude dieser Tage erfüllen und uns
darin bestärken, dass WIR ALLE im Weinberg des Herrn einen
Auftrag haben: In Christus bleiben und dort reiche Frucht bringen,
wo er uns hingestellt hat. In diesem Sinne wünsche ich uns allen
reich gesegnete Tage und viele stärkende Begegnungen.
Stadtpfarrer Dr. Benedikt Ritzler

DAS GEISTLICHE WORT KW 19

Ein österliches Vaterunser

- „Vater unser im Himmel.“
Dein Sohn hat uns durch seine Auferstehung
den Himmel nahe gebracht.
- „Geheiligt werde Dein Name.“
Wir wollen ihn heiligen,
indem wir immer mit Jesu Gegenwart rechnen.
- „Dein Reich komme.“
Durch Ostern ist ein neuer Anfang gemacht: Dein Reich ist nahe
herbeigekommen. Dein Reich der Liebe und des Friedens.
- „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“
Dein Wille ist, dass Du uns durch Ostern
neues Leben geben willst jetzt und in Ewigkeit.
- „Unser tägliches Brot gib uns heute.“
Das Brot auf dem Tisch und das Osterwort,
das unseren Glauben stärkt, gib uns täglich.
- „Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“
Vergib, wenn wir mit unserem Glauben immer wieder
hinter Deine Ostertat zurückfallen.
- „Und führe uns nicht in Versuchung,“
durch das, was wir vor Augen haben (wie Leid, Krankheit
und Tod) nicht mehr an Dich zu glauben.
- „Sondern erlöse uns von dem Bösen.“
Erlöse uns von dem, was uns noch gefangen hält
und uns davon abhält, ganz auf Deiner Seite zu stehen.
- „Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.“ (Verfasser unbekannt)

Immer mit Jesu Gegenwart zu rechnen, das ist alles andere als
einfach. Das mussten auch die Jünger geduldig und beharrlich
einüben. Doch sie durften wiederholt erfahren, dass ihr Vertrauen
nicht enttäuscht wurde. Auch uns werden immer wieder Begegnungen
und Situationen geschenkt, die uns in diesem Osterglauben
bestärken. Dazu mag auch die Bereitschaft von Thorsten
Gompper und sieben weiteren jungen Männern zählen, die sich
an diesem Sonntag durch die Priesterweihe ganz von Jesus in
Dienst nehmen lassen. Warum? Einer der Kandidaten hat als
Motto für seinen Weg als Priester das Paulus-Wort gewählt: „Die
Liebe Christi drängt uns!“ (2 Kor 5,14)

Dahinter steckt sicher auch die Erfahrung, dass Jesus um jeden
einzelnen von uns weiß, zu uns steht und uns liebt – so wie das
für einen guten Hirten gilt, dem jedes seiner Schafe am Herzen
liegt und der um dessen Vorlieben genauso weiß wie um dessen
Schwächen. Innerlich zu dieser Fürsorge Ja sagen zu können ist
genauso Teil des Osterglaubens wie die großen und kleinen
Schritte, mit denen wir uns bewusst auf die Seite Gottes stellen.
In diesem Sinne wünscht einen von Ostern her gestärkten Glauben
und viel Freude beim Beten des österlichen Vater-Unser
Stadtpfarrer Dr. Benedikt Ritzler

Aktualisiert ( Freitag, den 04. Mai 2012 um 17:00 Uhr )

DAS GEISTLICHE WORT KW18

Gebet für Priester

Vater im Himmel, du hast unsere Priester in deinen Dienst gerufen.
Gib ihnen die Gnade, treu deinen heiligen Willen zu erfüllen,
festzustehen im Gebet, gegründet in großem Vertrauen auf deine
Nähe, verwurzelt in deinem Heiligen Wort, offen für die Nöte der
Menschen, standhaft in Krisenzeiten und stark gegenüber Versuchungen.
In Jesus Christus hast du unseren Priestern den Ewigen
Hohenpriester zum Vorbild gegeben. Gib ihnen die Gnade, immer
auf ihn als ihren Herrn zu schauen, an den sie sich wenden, auf
den sie ihre Hoffnung setzen und dessen Nähe sie täglich im
Gebet suchen. Komm Heiliger Geist, erneuere die Herzen unserer
Priester. Gieße über sie aus die Fülle deiner Gnadengaben, so
dass sie Gottes Botschaft mit Freude aufnehmen und bezeugen,
wo Menschen ihnen begegnen. Stärke die Priester in der Bewältigung
ihrer vielfältigen Aufgaben und ermutige sie durch gute
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
Amen. (Lore Eichhorn UAC)

Mit der Bitte, die 8 angehenden Neupriester unserer Erzdiözese
mit unserem Gebet zu unterstützen grüßt herzlich
Stadtpfarrer Dr. Benedikt Ritzler

DAS GEISTLICHE WORT KW17

Voll Freude und Dankbarkeit gegenüber Gott und allen Menschen,
die mich auf meinem bisherigen Lebens- und Berufungsweg
begleitet haben, empfangen sieben Mitbrüder und ich am 6.
Mai von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch durch Handauflegung und
Gebet das Sakrament der Priesterweihe. Eine Woche später darf
ich in Hechingen die Primiz feiern, für die seit einiger Zeit geplant
und organisiert wird. Auf die verschiedenen Gottesdienste an
diesen Tagen freue ich mich sehr - in besonderer Weise natürlich
auf den Festgottesdienst am 13. Mai in der Stiftskirche.
Meinen Wunsch, dass dieser Tag ein großes Fest des Glaubens
werden möge, hat der Pfarrgemeinderat gerne berücksichtigt,
wofür ich sehr dankbar bin. So sollen der Gottesdienst und die
Begegnungen beim anschließenden Mittagessen sowie Kaffee
und Kuchen für uns alle eine Möglichkeit sein, unseren Glauben
und diesen besonderen Tag zu feiern.
Ich freue mich schon heute auf die vielen Begegnungen und lade
herzlich zur Mitfeier der Priesterweihe im Freiburger Münster (es
gibt noch freie Plätze im Bus) und der verschiedenen Gottesdienste
am Wochenende der Primiz in Hechingen ein. Gleichzeitig
möchte ich für meine Mitbrüder und mich um das begleitende
Gebet bitten.

In herzlicher und dankbarer Verbundenheit grüßt voller Vorfreude
Diakon Thorsten Gompper


ÜBERSICHT für das Wochenende der Primiz:

Samstag, 12. Mai
17.30 Uhr St. Luzen: Feierliche Vesper mit Segnung des Primizgewandes
(mitgestaltet vom Männerchor des Stiftschors)

Sonntag, 13. Mai
9.45 Uhr Stadthalle: Abholung des Primizianten und Prozession
zur Stiftskirche
10.00 Uhr St. Jakobus: Festgottesdienst (mitgestaltet vom gemeinsamen
Kirchenchor der SSE), anschl. großes Gemeindefest
mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Programm für Klein
und Groß
16.30 Uhr St. Jakobus: Dankandacht mit Einzelprimizsegen (mitgestaltet
vom Gospelchor)
Montag, 14. Mai
18.30 Uhr Spitalkirche: Dankmesse mit Einzelprimizsegen (mitgestaltet
vom Frauenchor des Stiftschors)

Seite 1 von 38