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Hinein in die grenzenlose Weite

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Jugendgottesdienst unter blauem Himmel

Der Jüngste war zwei und die Älteste war 83 Jahre alt. Ungefähr 200 Besucher aller Altersgruppen waren zum diesjährigen Jugendgottesdienst unter freiem Himmel gekommen. Ministranten der Seelsorgeeinheit St. Luzius hatten seit Wochen das Event gründlich vorbereitet und vergaßen auch kleine Details nicht: Ortsunkundige Autofahrer zum Beispiel mussten nur den übersichtlich angebrachten Schildern folgen um den herrlichen Platz knapp unterhalb des Schlatter Sportplatzes zu erreichen. Der Jugendgottesdienst, der am frühen Samstagabend unter blauem Himmel begann, stand unter dem Motto „Into the great wide open“. Hinein in die grenzenlose Weite, könne unsere Grenze höchstens der Himmel sein, so  Kaplan Stefan Märkl in seiner Begrüßung. Er bezeichnete dann auch den grandiosen Platz zwischen Killertal und Albtrauf als einen Ort, wo der Himmel offen sei und die Menschen freundlich seien. Auch könne er sich gut vorstellen wie damals am See Genezareth die Menschen zu Jesus gekommen seien und sich wie viele der Anwesenden ins Gras gesetzt hätten. Dabei hätten sie gespürt wie ihre Grenzen geöffnet wurden. Ausgestoßene seien angenommen und Kranke geheilt worden. Statt einer herkömmlichen Predigt wandte sich eine Ministrantin an die Besucher: „Stellt Euch vor Ihr seid im Religionsunterricht und der Lehrer fragt Euch, was das wichtigste in Eurem Leben ist. Dabei sollt Ihr ehrlich sagen, was Ihr denkt und nicht, was der Pfarrer hören will“. Um die Sache zu konkretisieren, wurden an die Besucher  kleine Zettel  verteilt, auf denen die Frage stand: “Was ist Deine Hoffnung und welche Rolle spielt dabei Gott. Einige Antworten wurden dann vorgelesen. Dabei ergab sich die Hoffnung auf Glück, Freude, Gesundheit und auf die Kraft, das eigene Schicksal anzunehmen. „Gott spielt nur dann eine Rolle, wenn er mir hilft.“ Diese ehrliche Antwort war dann eher unter die Rubrik „was der Pfarrer vielleicht nicht hören möchte“ einzuordnen.
„Seid stets bereit von Eurem Glauben Zeugnis abzulegen und plappert nicht einfach etwas nach“. So fasste Kaplan Märkl die verschiedenen Antworten zusammen. Es gäbe Orte in unseren Herzen, die nur Gott ausfüllen könne. So verschieden die Hoffnungen der Menschen auch seien, allen gemeinsam sei, dass sie zur Vollendung kommen möchten.
Der Jugendband gelang es, die gute Stimmung noch zu verstärken. Herzerfrischend begleitete sie die gesungenen Lieder. Mario Peters, der sogar an seinem  Geburtstag Dienst tat und die Band dirigierte,  bekam als Dankeschön ein Ständchen und eine Menge Glückwünsche. Anschließend nutzten viele noch die Gelegenheit, Mitgebrachtes zu grillen, Fußball zu spielen und am Feuer zu sitzen.

 

 

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 07. Juni 2011 um 20:56 Uhr )