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Pfarrei feiert Patrozinium und Abschied vom Kaplan und Diakon

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St. Jakobus verabschiedete Kaplan Stefan MĂ€rkl wĂ€hrend des Festgottesdienstes und feierte anschließend das Gemeindefest auf dem Kirchplatz mit einem bunten Programm.
Am gestrigen Sonntag stand nicht nur der Hechinger Schutzpatron – der Heilige Jakobus – sondern auch die Verabschiedung von Kaplan Stefan MĂ€rkl im Mittelpunkt des Gemeindefestes. Der Kaplan war drei Jahre in Hechingen als Seelsorger tĂ€tig und wird demnĂ€chst die Zollerstadt in Richtung Oberkirch verlassen, wo er seine zweite Kaplanstelle antritt. Es war eine stattliche Schar von Ministranten und Pfadfindern aus der gesamten Seelsorgeeinheit, die mit ihrem Kaplan in die bis auf den letzten Platz gefĂŒllte Stiftskirche einzog. Zu Ehren des Heiligen Jakobus stimmte die ganze Gemeinde das Jakobus-Lied an. Mitzelebranten waren Diakon Dr. Karl-Heinz SchĂ€fer, der ebenfalls im Rahmen des Patroziniums verabschiedet wurde, und der erst vor drei Wochen von Erzbischof Robert Zollitsch zum Diakon geweihte Thorsten Gompper sowie Stadtpfarrer Dr. Benedikt Ritzler und Pfarrer Bernhard Walter, ein Schwager des scheidenden Diakons.  Unter der Leitung von Mario Peters umrahmten Kinder-, Jugend- und Stiftschor mit mehrstimmigen ChorsĂ€tzen den Festgottesdienst. Zur UnterstĂŒtzung der Hechinger SĂ€nger war eigens aus Plaidt, einem Ort in der NĂ€he von Koblenz, der Kirchenchor angereist, den Mario Peters wĂ€hrend seiner Studienzeit dirigiert hatte. Martin Wiest spielte an der Orgel, Susanne Mayer und Sabine Kittel sangen im Wechsel Psalmverse.

„Wie die Zeit vergeht.“ So begann der Kaplan seine Abschiedspredigt und stellte fest, dass die VergĂ€nglichkeit in der Natur angelegt und auch von Gott gewollt sei. Da die vergĂ€ngliche Zeit von Gott geschaffen wurde, könne man auch von „heiliger VergĂ€nglichkeit“ sprechen, die man dankbar annehmen solle. Zeit und Ewigkeit gehörten zusammen, wenn der Mensch etwas von Gott erfahre. Im Glanz des Augenblicks könne der Mensch den Glanz der Ewigkeit finden, auch hier in Hechingen. Dann zĂ€hlte der Prediger einige eindrĂŒckliche Momente auf, wo er genau dies erlebt hat. Ein kurzer und vergĂ€nglicher Moment sei auch der Kommunionempfang, der aber trotzdem erfĂŒllt sei vom Glanz der Ewigkeit.

Die Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses, Gabriele Schumacher, bedankte sich bei Kaplan Stefan MĂ€rkl fĂŒr seine Arbeit der letzten drei Jahre. Er habe immer gezeigt, dass gelebter Glaube und Lebensfreude kein Widerspruch seien. Außerdem lobte sie seinen Humor, seine Auffassungsgabe und sein EinfĂŒhlungsvermögen. Als Abschiedsgeschenk gab sie ihm einen Fahrradhelm, da er immer schnell unterwegs sei. Pfarrer Ritzler betonte, dass der Kaplan mit seiner kreativen und verschmitzten Art tiefe Spuren hinterlassen habe. An den scheidenden Diakon gewandt, meinte der Stadtpfarrer: Karl-Heinz.SchĂ€fer habe es verstanden, zwischen menschlicher Wirklichkeit und biblischen Texten BrĂŒcken zu bauen. Auch sei die Not der Menschen ihm immer am Herzen gelegen. Zum Schluss richtete Kaplan Stefan MĂ€rkl Dankesworte an die Gemeinde. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ fand der Gottesdienst seinen feierlichen Abschluss.