„Wenn man als Kaplan an eine neue Stelle kommt, weiß man ja vorher nicht, was einem da so alles erwartet“, so hat Kaplan Thomas Holler im letzten Pfarrbrief geschrieben. Das stimmt und ich bin sehr froh, dass mir schon in den ersten Tagen meiner Zeit in der Seelsorgeeinheit St. Luzius viele Menschen einen guten Zuspruch, ein „Herzlich willkommen!“ und ein „Das wird schon!“ zugesagt haben, denn „man weiß ja vorher nicht, ….“ Einige Worte zu mir:
Ich heiße Stefan Märkl, bin 36 Jahre alt und stamme aus einem Dorf bei Garmisch-Partenkirchen in Bayern. An der Karlsruher Universität studierte ich Wirtschaftsingenieurwesen und war anschließend in Frankfurt berufstätig. Im Jahr 2000 entschied ich mich ins Freiburger Priesterseminar zu gehen. Nach meinem Studium in Freiburg und in Erfurt war ich für zwei Jahre in der Seelsorgeeinheit Mannheim-Süd tätig, bevor ich am 18.Mai 2008 die Priesterweihe in Freiburg feiern durfte. Zuletzt
war ich in der Nähe des Bodensees, im Deggenhausertal, zur Urlaubsvertretung.
Mit meinem Weihe- und Primizspruch komme ich an meine erste Kaplansstelle: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.“ (Offb 1,17). Für mich als jungen Priester gibt es unzählig viele Möglichkeiten in den priesterlichen Dienst zu starten und ich freue mich auf die vielen Dinge, die jetzt vor mir liegen. Mein Weihespruch hilft mir dabei: Gut, dass Gott uns sagt, dass wir keine Angst vor der Zukunft haben müssen. Und gut, wenn wir wissen, dass er der Anfang und das Ende allen Handelns ist. Und ein Glück, dass er unseren Alltag mit seiner göttlichen Lebendigkeit bereichern möchte.
Momente, die mich von dieser Lebendigkeit Gottes überzeugt haben, waren zum Beispiel folgende: Wenn es mir in einem festlichen Gottesdienst plötzlich eiskalt den Rücken runter läuft und ich merke, dass der Himmel die Erde berührt. Wenn Menschen in schweren Lebenslagen Mut und Trost im Glauben finden und mir davon mitteilen. In manchen einsamen Stunden in der Anbetung vor dem Allerheiligsten, in denen mich der Herr selbst anschaut und anspricht. Und in denen ich stellvertretend für die Menschen beten kann, die es nötig haben oder selbst nicht mehr beten können. Oder als auf einem Zeltlager plötzlich ein Jugendlicher die Frage stellt: „Warum gibt es eigentlich die Sterne und den Himmel?“
Mit großer Zuversicht komme ich also hierher und freue mich auf alle lebendigen Begegnungen. Ich wünsche Ihnen und mir einen gesegneten Start mit dem „neuen Kaplan“.
Ihr Stefan Märkl





