Bei der gemeinsamen närrischen Singstunde des Stiftschores und des Sängerbundes Hechingen im prächtig geschmückten Saal des katholischen Gemeindehauses, zu der auch Stadtpfarrer Dr. Ritzler und Kaplan Stefan Märkl gekommen waren, blieb kein Auge trocken.
Nachdem Ferdinand Pfister mit flotten Weisen die Anwesenden in Schwung gebracht hatte, eröffneten mit dem Lied: „Singen ist gesund“ Silvia Buckenmaier, Gabriele Keihl, Cornelia Müller, Eva Schaller und Ilse Weith, von Mario Peters am Klavier begleitet die lange Reihe der Darbietungen. Am Ende des Liedes war allen klar: „Wer lang atmet und lange singt, es auf hundert Jahre bringt.“ Helmut Buckenmaier, am Klavier von Susanne Mayer begleitet, trug zur Freude der Männer das „Loblied auf den Mann“ von Otto Reuter vor. Die Vorstellung, dass der Mann die Krone der Schöpfung ist, weil er mutiger, schöner und klüger ist wurde jedoch von der Feststellung stark erschüttert, dass die Vorstände der bankrotten Banken alle Männer waren.
D‘ Schüttebäs und Oberstadttante (Rosmarie Pfister und Anita Löffler) konnten sich zwar nicht einigen, ob die Unter- oder die Oberstadt der bessere Stadtteil von Hechingen ist, sie waren sich aber einig, dass in der Stiftskirche künftig der rechte Christbaum auf einen Rollständer gestellt und zur Seite gefahren werden muss, damit der Stiftschor im weihnachtlichen Hochamt genug Platz hat. Dazu passte der Reisebericht von Wilhelm Weith, der in Passau feststellte, dass im Dom nur links ein Christbaum stand. Die Freude über die schöne Kirche wurde allerdings durch den Aufseher im Dom etwas getrübt, als dieser die Reisenden aus Hechingen wie folgt ansprach: „Ihr seid „Schwobe, ihr kenntets au a bissle bereue!“
Großen Beifall erhielt der Sänger (Kaplan Stefan Märkl), der das „Lied vom Bier“ mit Gitarrenbegleitung vortrug. Er stellte zunächst fest, dass das Grundnahrungsmittel Bier sehr alt ist und von den Ägyptern schon bei den „Bieramiden“ gebraut wurde. Die eigentliche Heimat des Bieres sind jedoch die „Bieramiden“ und wer nicht mehr gerade stehen kann, ist ein „Bierograd“. Mit der Feststellung: „I bad jo it“ machte Helmut Buckenmaier allen klar, dass es ihm egal ist, ob Hechingen ein Schwimmbad hat oder nicht. Er mag halt kein Wasser, weil darin „scho viel Leit und Vieh versoffa send“. Außerdem ist das Waschen überflüssig, weil: „Der Duft den Mann prägt“.
Als gemischter Chor besangen Männer und Frauen des Stiftschores die Schwächen des jeweils anderen Geschlechts. Auch wenn die Sängerinnen und Sänger einiges anprangerten, was ihnen nicht gefiel, so war man sich doch am Ende einig: „Es lebe der Mann und die Frau“.
Ein weiterer Höhepunkt des Programms war der abschließende Auftritt der drei Tippelbrüder Alois Hirt, Frieder Wissenbach und Dr. Ottmar Müller.





