
WJT-Pilger in Australiens Hauptstadt angekommen.
Nachdem am vergangenen Montag die erste Etappe des Weltjugendtags zu Ende ging, sind die Pilger aus den Gastdiözesen in Australiens größter Stadt zusammen gekommen. Über 210.000 Jugendliche und Junggebliebene aus der ganzen Welt werden bis zum kommenden Sonntag die Straßen Sydneys bevölkern. Während auf den Straßen und Plätzen unzählige Banner auf dieses große Glaubensfest hinweisen, ziehen die WJT-Teilnehmer singend und fahnenschwenkend durch die Straßen.
Beim Eröffnungsgottesdienst verlieh Kardinal George Pell seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich die Jugendlichen aus allen Kontinenten auf den Weg zum "Ende der Welt" gemacht hätten. "Damit erfüllt ihr gewissermaßen Jesu Auftrag, das Evangelium bis an die Enden der Erde zu bezeugen. Darum danken wir euch, dass ihr keine Mühen gescheut habt, um gemeinsam mit uns, den Glauben an Jesus Christus miteinander zu feiern und zu vertiefen."
Kardinal Christoph Schönborn wies tagsdarauf in seiner Katechese für die deutschen Pilger ebenfalls darauf hin, wie wichtig es für die jungen Menschen ist, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten. Ebenso ging er unkompliziert auf ihre Fragen ein und feierte mit ihnen gemeinsam die Eucharistie. "Gerade die Gottesdienste und die vielfältigen Möglichkeiten zum Beten sind für mich wie eine Art geistliche Tankstelle, wo ich wieder einmal richtig auftanken kann." erläutert die Hechingerin Nicole Lembeck. Und Melanie Fischer fügt hinzu: "Die gemeinsame Freude am Glauben habe ich schon beim WJT in Köln so stark empfunden und diese Begeisterung über alle Grenzen hinweg beeindruckt mich auch dieses Mal wieder total." Eine kleine Bewähurngsprobe muss diese Begeisterung allerdings noch aushalten: Die Nacht im Freien vor dem großen Abschlussgottesdienst mit Papst Benedikt XVI. Aber die Hechinger Pfarrgemeinderätin Andrea Kessler ist zuversichtlich. "Wir haben alle recht gute Schlafsäcke dabei, und wenn es zu kalt wird, werden wir mit den Italienern und Spaniern singen, tanzen und beten. Das hat sich auch schon in Köln bewährt."
Nachdem sich die 35-köpfige Gruppe aus Hechingen und Konstanz auf dem 307m hohen Central Point Tower einen ersten Überblick verschafft hatte und die bekannte Oper aus der Nähe bewundert hatte, kam es zu einer völlig unerwarteten Begegnung. Vor der Kathedrale begegnete sie Pilgern der Diözese Seez. Zusammen mit ihrem Pfarrer Antoine Bozo waren manche schon vor 3 Jahren in der Seelsorgeeinheit St. Luzius zu Gast. Wie groß die Wiedersehensfreude war, kann man sich vorstellen. Die Begrüßungsfeierlichkeiten des Papstes am Donnerstag stellten einen vorläufigen Höhepunkt des WJT dar. Über eine halbe Mio. Menschen säumten die Hafenanlagen und Straßenzüge Sydneys und jubelten dem Oberhaupt der katholischen Kirche voll Freude zu, als er zuerst per Schiff und dann per Papamobil die Pilgerscharen in mehreren Sprachen begrüßte.Vorausgegangen war die traditionelle Begrüßung der WJT-Teilnehmer durch einen farbenprächtigen Tanz der Aboriginees.
Benedikt Ritzler
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