Die Kirche St. Wendelin und ihr Patron

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Fest: 20. Oktober

St. WendelinNach katholischem Glauben sind wir Menschen auf unserem Lebensweg nicht alleine unterwegs: Neben dem Wort Gottes und den Sakramenten dürfen wir uns am Beispiel derer orientieren, die schon zu Lebzeiten in enger Gemeinschaft mit Gott standen: den Heiligen. Sie sind uns nicht nur Vorbild, sondern wollen mithelfen, dass auch wir unsere himmlische Heimat erreichen. Ihre Fürsprache dürfen wir uns wie das fürbittende Gebet anderer Menschen vorstellen, die unsere Anliegen in ihrem Beten vor Gott tragen – zusammen mit uns.

Die Kraft des Gebetes bezeugt auch das Leben des hl. Wendelin. Der Legende nach wurde er um 550 als schottischer Königssohn geboren,
entsagte aber aller weltlichen Macht (vgl. die Krone zu seinen Füßen). Nach einer Romwallfahrt kam er nach Trier, wo er sich als Einsiedler niederließ. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Hirte (1. Stab des Altars), ohne allerdings das beschauliche Gebet aufzugeben. Nach einer Reihe wundersamer Ereignisse baute ihm sein Dienstherr eine Einsiedelei (2. Stab), wo er sich ganz dem Gebet und der Meditation widmete. Als Mönche im nahe gelegenen Kloster Tholey (Saarland) von ihm erfuhren, baten sie ihn, ihr neuer Abt zu werden, was Wendelin annahm (3. Stab). Nach seinem Tod 617 wurde er in St. Wendel beigesetzt, wo der volkstümliche Patron der Bauern und Hirten heute noch große Verehrung erfährt.

So erstaunt es nicht, dass der hl. Wendelin (seine Statue stammt wie die des hl. Rochus von 1720) zum Patron des Dorfkirchleins in Bechtoldsweiler erkoren wurde. An ihn und andere Glaubenszeugen erinnern darüber hinaus in den Altar eingelassene Reliquien.

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 01. Juni 2008 um 17:14 Uhr )