Fest: 24. Juni
Bemerkenswert ist die gotische Plastik des hl. Johannes des TĂ€ufers (um 1430) im Altarraum vorne rechts. Johannes hat als Schutzpatron der Kirche seine Hand zum Segen erhoben. Er hĂ€lt als letzter Prophet des Alten Bundes in der linken Hand ein Buch (das Alte Testament?), auf dem ein Lamm steht. Denn Johannes versteht sich als VorlĂ€ufer, der auf Christus als das âLamm Gottes, das die SĂŒnde der Welt hinwegnimmtâ (Joh 1,29), verweist. Dieses Wort, das Johannes vor der Taufe Jesu spricht, ist zentrale Aussage des ehem. Altarbildes, das 1926 rechts vorne aufgehĂ€ngt wurde. Seither bildet die Kreuzigungsszene den Abschluss des Altarraums.
Da Christus am Kreuz wie ein unschuldiges Lamm gestorben ist, kann seine Auferstehung auch als Sieg des Lammes verstanden werden. Dieses Thema greifen die Lamm-Skulptur auf dem Hochaltar und das DeckengemĂ€lde auf, bei denen das verherrlichte Lamm auf dem Buch des Lebens ruht, dessen Siegel es öffnet und dadurch bestimmt, wer âaus allen Nationen und Völkernâ gerettet wird (vgl. Offb 5,9). Zugleich verweist das Lamm auf die Feier der Liturgie, die Christi Tod und Auferstehung vergegenwĂ€rtigt und da mit auch der Opferhingabe des Lammes gedenkt (vgl. Offb 5,12): âSie riefen mit lauter Stimme: WĂŒrdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.â
Als unbequemer Mahner wurde Johannes um 35 n. Chr. unter König Herodes Antipas enthauptet. Jesus selbst sagte ĂŒber ihn (Mt 11,11): âUnter allen Menschen hat es keinen gröĂeren gegeben als Jo han nes den TĂ€ufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist gröĂer als er.â
Â
Â
Â





