Die AnfĂ€nge der Pfarrei St. Nikolaus reichen bis ins 1. Jahrtausend zurĂŒck. Mönche von St. Gallen grĂŒndeten um 800 am FuĂ des Zellerhorns
eine Niederlassung. Diese Siedlung mit dem Namen âZellâ wird urkundlich mit Kirche und Pfarrer erstmals im Jahr 1255 erwĂ€hnt. Die
Wallfahrtskirche Maria Zell erinnert bis heute an diese Vergangenheit.
Das Jahr 1488 markiert eine Wende in der Geschichte von Boll, als der damalige Pfarrer von Zell seinen Wohnsitz âneben die St. Nikolauskirche zu Bollâ verlegte. Von da an verlagerte sich auch das Leben der Pfarrgemeinde immer mehr ins Tal, so dass 1864 die Kirche in Boll zur Pfarrkirche erklĂ€rt wurde, obwohl sie damals in einem sehr schlechten Zustand war. AuĂerdem fand nur noch die HĂ€lfte der Bevölkerung in dem Kirchlein Platz, so dass die Einwohner von Boll auf den Bau einer neuen Pfarrkirche hofften. Pfarrer Söll war es, der im Jahre 1903 den Bauplatz fĂŒr die Kirche und das Pfarrhaus erwarb, 1904 wurde Pfarrer Saurer durch Kirchen und Gemeinderat der Auftrag erteilt, mit dem Architekten Laur einen Bauplan fĂŒr Kirche und Pfarrhaus auszuarbeiten. Im Herbst 1904 kam Pfarrer HĂ€ussler nach Boll. Als tatkrĂ€ftiger und baufreudiger Priester sammelte er eifrig Geld und trieb den Kirchenbau voran. So konnte mit dem Neubau im damals hochmodernen Jugendstil bereits 1908 begonnen werden. Ein Jahr spĂ€ter war es dann soweit: Der Freiburger Erzbischof Thomas Nörber konnte das neue Gotteshaus unter groĂer Beteiligung der Bevölkerung einweihen.
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