Orgel (St. Luzen)

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Orgel St. LuzenHechingen, der Stammsitz der Hohenzollernfamilie, war ein bedeutendes Musikzentrum im 16. und 17. Jahrhundert. Berühmte Musiker, wie Leonhard Lechner, Jakob Meiland, Rudolf und Ferdinand di Lasso und Jakob Haßler waren hier bei den Hohenzollerngrafen als Hoforganisten oder Hofkapellmeister tätig.
Besonders der kunstliebende Graf Eitelfriedrich IV. legte sehr viel Wert auf eine entsprechend repräsentative Darstellung seines Fürstenhauses.

In seine Zeit fällt u.a. der Bau der Klosterkirche St. Luzen (1586 - 1589) mit der prachtvollen Orgel von Conrad Beckh aus Erfurt (1589).

Ca. 125 Jahre später (1713) baute Urban Reitter aus Hayingen in dieses Orgelgehäuse ein neues Instrument ein und versetzte die Orgel, die vermutlich bis dahin als Lettnerorgel fungierte, auf die neu errichtete Empore.

Es ist ein hinterspieliges Instrument mit einem Doppelprospekt zur Gemeinde und zum Mönchschor auf der Empore.

1975, im Zuge der Renovation der Kirche St. Luzen und der Klosteranlage, wurde die Orgel von Werner Bosch aus Kassel restauriert und erklingt heute wieder in mitteltöniger Stimmung.

Die Disposition:

Manual : C - c³ (kurze Oktave, 45 Tasten)
Prinzipalflöte 8‘ 19. Jh. , Körper aus Fichte, Kerne und Pfeifenfüße aus Eiche
Gedeckt 8‘ vermutlich 1713, Körper aus Fichte, Kerne und Pfeifenfüße aus Eiche
Prinzipal 4‘ vermutlich 1713, 75% Zinn
Flöte 4‘ 19. Jh. ,Körper aus Fichte, Kerne und Pfeifenfüße aus Eiche
Quinte 3‘ vermutlich 1713, Zinn
Oktave 2‘ eines der ältesten Register der Orgel, enthält sehr alte Pfeifen, Zinn
Mixtur 3f. 1‘ die Pfeifen entstammen verschiedenen Epochen, Zinn
Vox humana et Quintadena 8‘ Vox humana: alt; Quintadena: neu

Pedal: C-a ( ohne gis, kurze Oktave, 17 Tasten )
Subbaß 16‘ vermutlich 1713, Körper aus Fichte, Kerne und Pfeifenfüße aus Eiche
Pedalkoppel, Schleifladen, mechanische Traktur

Die Orgel wird regelmäßig im 9.00 Uhr - Gottesdienst am Sonntag bespielt.

 

 

Aktualisiert ( Montag, den 22. Dezember 2008 um 11:44 Uhr )