Geschichte der Kirche St. Antonius

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Erstmals urkundlich erwähnt wird der Weiler Sickingen 1188. Politisch wie kirchlich gehörten die Einwohner zu Stein, wo sie an Sonn- und Feiertagen die Gottesdienste besuchten, ihre Toten begruben und wo die Kinder zur Schule gingen. Der Flurname „Killweg“ (Kirchweg) erinnert heute noch an den dabei benutzten Pfad. Einzig an einem Bildstöckchen wurde am Sonntagnachmittag der Rosenkranz gebetet, bis die Sickinger 1738 im Dorf an der Stelle, wo heute das Kriegerdenkmal steht, eine kleine Kapelle errichteten.

Erst 1790 wurde ein eigener Lehrer im Dorf angestellt, 1818 nahm Friederich Kleinmann das Amt als erster Dorfvogt auf. Immer stärker wurde der Wunsch nach einer eigenen Kirche, für die am 12.11.1828 der Grundstein gelegt wurde. In seinem Schreiben bat der Dorfvogt die „Hochfürstliche Hochbreisliche Regierung“ um die Bauerlaubnis für ein größeres Gotteshaus, denn die bisherige Kapelle war „sehr baufelig und so glein, dass nur der halbe Deil der Gemeind Blatz haben darinnen“.

Bereits am 27. Juni 1833 konnte Weihbischof Hermann von Vicari, der spätere Erzbischof von Freiburg, das neue Kirchlein feierlich einweihen (in der gleichen Woche wurden auch die Kirchen von Bechtoldsweiler und Stein konsekriert). Doch auch die alte Kapelle erfüllte weiterhin eine wichtige Aufgabe: Sie diente als Schulhaus, nachdem bis dahin der Unterricht in einem gemieteten Privatraum abgehalten werden musste. Als 1843 auch ein eigener Friedhof in Dienst genommen wurde, konnten nun zur großen Freude der Bevölkerung (von 469 Einwohnern waren 2 jüdisch, die anderen katholisch) regelmäßig Gottesdienste, Beichten, Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen stattfinden.

 

 

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 01. Juni 2008 um 16:31 Uhr )