Der Hochaltar
Glanzstück der Kirche ist im Hochaltar die „Thronende Gottesmutter“ mit Krone, Zepter und segnendem Kind. Die Figur aus dem Jahr 1390 war ursprünglich ganz vergoldet und gehörte zur Ausstattung der älteren Kirche. Den oberen Teil des Hochaltars bestimmt die Darstellung der Dreifaltigkeit: Gottvater mit der Erdkugel, zu seiner Rechten
Christus mit dem Kreuz. Über beiden schwebt, als Taube dargestellt, der Heilige
Geist. Den Abschluss des Baldachins aus blauem Samt bildet das Lamm Gottes. Neben Putten aus dem Jahre 1785 wird der Hochaltar von Statuen der Apostelfürsten Petrus (links) und Paulus (rechts) von 1605 geziert. Die Reliquienschreine von 1737 wurden 2004 neu gefasst und enthalten die Gebeine römischer Märtyrer.
Der linke Seitenaltar
Der Besuch Marias bei Elisabeth (vgl. auch den Zwickel hinten rechts), verweist auf das Patrozinium, den 2. Juli. Auf dem Bild, das früher seinen Platz im Hochaltar hatte, deutet Elisabeth mit dem rechten Zeigefi nger auf eine Wurzel – eine Anspielung auf den erwarteten Messias aus dem
Stamm, der „Wurzel“ Jesse (vgl. Jes 11,10). Die Pyramide im Hintergrund deutet die Flucht nach Ägypten an. Die Figuren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stellen den hl. Dominikus und die hl. Katharina von Siena dar, die die Verbreitung des Rosenkranzes stark förderten.
Die Deckenbilder
Die Deckengemälde verweisen auf zentrale Ereignisse des Lebens Jesu, in denen die katholische Kirche die Grundlegung ihrer Sakramente sieht: die Einsetzung der Eucharistie beim Letzten Abendmahl, die Auferstehung Jesu an Ostern als Sieg über den Tod und als Fundament der Taufe. Die Darstellung von Pfi ngsten will nicht nur an die Geburtsstunde der Kirche erinnern (Herabkunft des Heiligen Geistes und Beginn der Verkündigung des Evangeliums durch die Jünger), sondern auch an das „persönliche Pfi ngsten“ jedes Christen, wenn er das Sakrament der Firmung empfängt.





